Zuletzt geändert am 23.04.2008
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Marlesreuth im Wandel der Zeit

 
Die Lage

Das alte Weberdorf Marlesreuth liegt am Ostrand des Frankenwaldes,
635 Meter über dem Meeresspiegel zwischen Naila und Döbraberg und
zählt zur Zeit etwas mehr als 700 Einwohner.
Zur Gemeinde Marlesreuth gehörten die Weiler Bärenhaus und Nestelreuth,
sowie die Einöden Garles und Molkenbrunn.
Ortsansicht ca. 1960

Der Name

Der Name unseres Ortes wurde verschieden gedeutet, doch scheint die von Studienrat Heinrich Schuberth, Hof,
nämlich Marksreut, als Reut am Mark d. i. dem Grenzholz, die richtige Deutung zu sein;
So wird Marlesreuth bei seiner ersten urkundlichen Erwähnung am 18. März 1362 als "Marksreuth" bezeichnet.
Das bedeutet Reut (=Rodung) am Mark (=Grenzgebiet).
Tatsächlich lief in alter Zeit durch Marlesreuth die Grenze des Burggräflich-Nürnberger, später Markgräflich-
Brandenburger Amtes Schauenstein und des Bischöflich-Bamberger Amtes Radeck, später Enchenreuth.
Zu dieser Zeit stand das Dorf unter der Herrschaft der Wildensteiner.
 Sie stammten aus der Familie von der Grün und nannten sich, nach ihrer an der Steinach gelegenen Veste, Wildenstein.
Was unser Ort im Laufe seiner wechselhaften Geschichte erlebte, hat in hingebungsvoller Kleinarbeit Herr Schulrat i. R. Hans
Silbermann in der Marlesreuther Ortschronik niedergeschrieben.

Die Bebauung damals

Nach seiner Siedlungsform ist Marlesreuth ein Waldhufendorf. In der Dorfmitte befindet sich der Anger, außenherum, an den
Hängen hingebettet, liegen die Höfe am Anfang ihrer zusammenhängenden Flur. Hinter dem Haus breiten sich die Wiesen aus,
daran schließen sich die Felder an, den Abschluß bildet der Wald. Im Talgrund erstreckt sich die Peunth. Überragt werden die
Häuser von Kirche und dem Schloß auf dem Wallhügel.
Von einer Kapelle in Marlesreuth ist erstmals im Jahre 1440 die Rede. Diese wird 1576 bei einem Gewitter zerstört.
An ihrer Stelle wird das heutige Gotteshaus erbaut. Mit ihrem barocken Kanzelaltar und den 25 Bildtafeln der Kassettendecke
zählt sie zu den schönsten Kirchen im Landkreis. (siehe auch Kirchengemeinde)
 So lebten die Bauern unter ihrer jeweiligen Herrschaft recht und schlecht, im Sommer mußten sie sich plagen; denn da waren die
Tage länger; im Winter konnten sie kürzer treten. Reich konnte dabei natürlich keiner werden, denn der Mensch hat eben nur
zwei Hände und was erzeugt wurde, das reichte gerade für Lasten und Abgaben und vielleicht auch noch zum Leben.
Alles, was zum Leben außerdem benötigt wurde, mußte selbst gefertigt werden. So wurden aus Schafwolle und Lein (Flachs)
die Bekleidungsstücke erstellt. Die Werkzeuge und Arbeitsgeräte mußten ebenfalls selbst geschnitzt werden.
Zu keiner Zeit hatte der Ausspruch: "Die Axt im Haus erspart den Zimmermann!" mehr Gültigkeit als zu jener Zeit.
Deshalb gehörte zu jedem Hof ein Geräteschuppen, in ihm standen mindestens eine Hobelbank und eine Schnitzbank.
Dort entstanden im Winter alle Dinge und Gerätschaften aus Holz, Stroh und Weiden.

Die Ortsflur war also aufgeteilt.
Die Menschen aber wurden mit der Zeit immer mehr. Den Hof konnte aber immer nur einer erben.
Wie und wo aber lebten die nachfolgenden Kinder? Sie lebten entweder als Ledige auf dem elterlichen Hof oder machten
als Verheiratete mitsamt ihrer Familie Taglöhner und Knechte. Als Wohnung wurde ihnen ein kleines Trüpfhäuslein gebaut.
Diese hatten alle den gleichen Grundriß; ca. 7 m lang und 6 m breit. Von derHaustüre aus ging es gleich auf den Boden,
unter der Bodenstiege lag eine, Falltüre, die den Zugang zum Keller versperrte. Geradeaus ging es in den Stall,
der durch ein kleines Fenster Licht erhielt. Seitlich lag der Eingang zur Stube.
Also nur ein einziger bewohnbarer Raum im ganzen Haus; denn auf dem Dachboden lagen Stroh, Heu und das Holz.
Der Kleiderschrank, die Laden mit den Wäschestücken und die Betten standen da, wo eben der beste Platz sich anbot.

Solche Trüpfhäuser wurden immer mehr gebaut. Ihre Bewohner aber meisterten das Leben dadurch, daß sie sich neben ihrer Tag-
löhnerarbeit Berufen zuwendeten. So gab es Schmiede, Zimmerer (vor 75 Jahren gab es auch noch einen "Mühlarzt") und Weber.

1812 gab es in Marlesreuth 16 Güter, 18 Gütlein, 1 kl. Gütlein (35 bäuerliche Anwesen). Hinsichtlich der Berufe finden wir:
35 Bauern, 3 Zimmergesellen, 3 Schmiede, 1 Schneider und 9 Webermeister. Marlesreuth zählte damals 79 Hausnummern,
darunter finden wir 42 Trüpfhäuser, 1 Kirche und 1 Schulhaus.

Das Bild zeigt zwei Trüpfhäuser im Jahre 1960.
Das hintere Haus ist jetz renoviert und als "Weberhaus"
bekannt.
Es steht unter Denkmalschutz und ist heute als Museum
eingerichtet, welches zum Heimatmuseum in Naila gehört.

Die Öffnungszeiten sind beim Fremdenverkehrsamt Naila
zu erfahen.

Marlesreuth - ein Weberdorf

Ein Dreivierteljahrhundert später sieht unser Dorf schon anders aus.
Vom großen Anger in der Dorfmitte sind nur 2 Feuerteiche und eine kleine Grünfläche, die stolz den Namen Anger trägt,
übriggeblieben. Der vorhandene Raum ist in der Zwischenzeit bebaut worden.
Die kleinen neugebauten Häuser kuscheln sich an die beiden Talhänge unterhalb der Bauernhäuser, die den äußeren Ring
bilden. An das Haus grenzt ein Pflanzgärtchen, in dem die Hausfrau ihre Gewürze und ein paar Blumen heranzieht.
Wer wohnt nun in diesen Häusern?  Es sind die Weber.
Weberstuben sieht man heute ja des öfteren in Museen; aber waren sie auch wirklich so? Die Stubendecke durchzog ein Träger-
baum. An ihm befand sich ein Brett und darauf lagen die Bibel, Gesangbücher, Rasierzeug und der Tabak. Den meisten Raum
aber nahm der Webstuhl, das Wieb, ein. Nicht weniger Platz benötigte auch der Kachelofen mit der Ofenbank.
Die Spulräder mit Zubehör (Garnhaspeln, Garnhaufen und Spulenkörbe) forderten den restlichen Raum.
Es gab Weberstuben, die hatten nicht einmal Platz für einen Tisch, der war während der Arbeitszeit an die Wand geklappt.
Beim Essen wurden die Spulräder einfach in den Hausflur gestellt.
In solchen Häusern wohnten nicht selten Familien mit 10 Köpfen.
Trotzdem ging es: Die kleinen Kinder hatten ihren Spielplatz unter dem Webstuhl, für die größeren gab es nichts zum Spielen,
da hatte jedes seine Aufgabe. Das eine mußte Zettelspulen (Kette), ein anderes mußte der Mutter unter die Arme greifen,
Holz holen, Wasser tragen usw. Die älteren Kinder, so 11-12 jährige durften Schuß spulen.
Das war schwer und mußte verstanden sein; denn wehe, wenn eine Spule beim Weben schlauderte, wenn der Faden sich nicht
gleichmäßig abziehen ließ, dann gab es Maulschellen und die hatten es in sich.
Der Vater aber thronte hinter dem Webstuhl auf der Wiebschwarten und schnellte drauflos.
Seine Augen aber waren überall und es herrschte Ordnung. Ging die Weberei gut, dann konnte man den Herrn des Hauses
nicht selten singen hören. Die Hände warfen im Takt die Schützen und die Füße traten in einem langsamen Marschtempo
die Schemel (Schäfte) nieder. Begann aber die Dämmerung, dann trat Ruhe und Frieden in den Weberstuben ein.
Der Weber setzte sich auf die Ofenbank und rauchte ein Pfeifchen oder er ging schnell einmal zum Nachbarn "ös Dorf".
Dort wurden die Tagesereignisse besprochen. Manchmal traf man sich um diese Zeit auch im Wirtshaus zu einem Seidla Bier.
Bei solchen Gelegenheiten konnte die Familie daheim meistens ihre Kartoffeln und Weberkarpfen (Heringe) allein essen.
Aber sonst waren die Weber gemütliche Leute und Sinnierer. Sie strebten auch vorwärts und wenn es einigermaßen ging,
dann kauften sie sich von einem Bauern so 2-3 Tagwerk Land und nun reichte es auch für das Leben.
Schlechte Zeiten konnten auf diese Weise leichter überbrückt werden. Wenn in dieser Zeit Bauernhöfe ihre Besitzer wechselten,
so kam dies bei den Webern seltener vor, es sei denn, daß einer gar zu tief ins Glas schaute oder daß er andauernd schlechte
Arbeit fertigte.

1880 hatte Marlesreuth 110 Häuser und 800 Einwohner, davon betrieben 125 Weberfamilien 185 Webstühle;
denn auch in die Bauernhäuser zog der Webstuhl ein.

Marlesreuth wurde also ein Weberdorf. Reich sind die Menschen durch die Weberei damals ja nicht gerade geworden,
aber ihr Blick öffnete sich für die Welt, dabei blieben sie trotzdem zufrieden.

Kommt ein Fremder aber heute nach Marlesreuth, so sieht er nichts mehr von seiner ursprünglichen Form.
Die Neubauten schieben sich an verschiedenen Stellen weit in die Gemeindeflur hinein. 
Bis 1955 konnten wir nur von Naila her gut erreicht werden, jetzt ist die Verbindung auch zu unseren westlichen Nachbarn besser.
Ja unser Ort hat eben wieder sein Gesicht geändert. Wer war nun schuld daran? Nun, die Weberei oder besser gesagt,
die Textilindustrie.

Die fast 200 Handwebstühle, die ehedem ihr "Gilla-Digalla" erschallen ließen, sind alle verstummt.
Unser letzter Handweber legte 1960 im Alter von 76 Jahren die "Schnelln" aus der Hand.
Der mechanische Webstuhl trat auch in Marlesreuth seinen Siegeszug an und verdrängte so nach und nach das alte "Wieb".
Auf manchem Dachboden liegen noch alte Geschirre und alte Blätter, und verstauben.
Die Schränkstäbe werden nur noch an Ostern zum Eierkugeln verwendet und da zerbricht auch einer noch dem andern.
Von dieser Zeit zeugt noch das Weberhaus in der Nailaer Straße, das seit einigen Jahren zum Heimatmuseum in Naila gehört.

Der letzte Handweber in Marlesreuth an seinem Handwebstuhl.
Industrialisierung

Doch auch das Zeitalter der Industrialisierung macht vor Marlesreuth keinen Halt.
Johann Thomas Munzert zeigte Marlesreuth den Weg. Er war Bauer und nebenbei auch Handweber. So ergab es sich,
daß er bald auch den Posten eines Faktors übernahm und nun eine Vermittlerrolle zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer
bekleidete.
1908 aber baute er selbst die erste mechanische Weberei nach Marlesreuth.
Im Websaal liefen 20 Stühle, die von einer Gasmaschine angetrieben wurden.
Schon 1910 wurde sie durch ein Dampflokomobil ersetzt, und ein kleiner Generator mußte für das nötige Licht sorgen.
Als 1919 Marlesreuth an das elektrische Stromnetz angeschlossen wurde, da war der Bann endgültig gebrochen.
1922 waren es nun 52 Stühle, die ihr Lied sangen.
Die alte Leinenweberei ging ihrem Ende entgegen, dafür wurden Glauchauer Artikel hergestellt und in Meerane (Sachsen)
weiter ausgerüstet. Von dort wanderten die "Schottenstoffe" in alle Welt.
Ende der zwanziger Jahre stellte sich der Betrieb auf die Damastweberei um und arbeitete im Lohn für Baumwollindustrie
Erlangen-Bamberg AG".

1920/21 baute Baron von Wangenheim aus Hildburghausen eine Weberei.
Ihr Betriebsleiter wurde Hans Munzert, eine Neffe des Johann Thomas Munzert.
Während der Inflation 1923 starb aber der Besitzer, und seine Erben verkauften den Betrieb an die Fa. Max Funke, Meerane.
Herr Ernst Richard Funke erweiterte laufend die Fabrikationsräume, so daß bis zu 150 Arbeiter Beschäftigung fanden.
Daneben baute er 18 Werkwohnungen für Arbeiter und Angestellte, außerdem verschaffte er unserem Ort einen neuen Zufahrts-
weg, die nach ihm benannte Ernst-Richard-Funke-Straße. Auch sonst hatte er für gemeindliche und schulische Belange
immer eine offene Hand.
Für diese seine Verdienste um Marlesreuth verlieh ihm der Gemeinderat am 8. Dezember 1938 das Ehrenbürgerrecht.

Der bedeutendste Betrieb der Gegenwart ist aber ohne Zweifel die Weberei Gebrüder Munzert.
1925 machten sich die beiden ältesten Söhne des Johann Thomas Munzert, Georg und Heinrich, selbständig
und begannen mit acht Webstühlen.
Bei ihrem 25 jährigen Betriebsjubiläum arbeiteten für sie 100 Webstühle und eine Schlichterei.
Das Werk ihrer Väter führten die Enkel des Johann Thomas fort.
Sie hielten mit der Zeit Schritt und erweitern und vervollkommnen fortwährend ihr Erbe.
Ihre Erzeugnisse, Damaste und Dekorationsstoffe, wurden nicht nur in Deutschland gekauft.

Schon aber faßt die moderne Zeit hier Fuß.
Im Sommer 1960 übernahm die Fa. Rehau-Plastiks die Weberei Funke und seit 6.Februar 1961 werden bei uns auch Erzeugnisse
aus Kunstoffen hergestellt.
Die Weberei des Johann Thomas Munzert wurde stillgelegt.

Von diesen ehemals 3 großen Webereien existiert heute nur noch die

Firma Gebrüder Munzert GmbH.

Bilder aus den 60er Jahren

........
Diese wirtschaftliche Entwicklung besonders nach 1945 wirkte sich natürlich auch auf den gesamten Ort aus.
Einstöckige Trüpfhäuser sind recht selten geworden.
Auch hausen die Menschen nicht mehr so zusammengepfercht wie in früheren Zeiten;
denn von 1945 bis 1962 wurden 37 neue Häuser erstellt.

Ebenso sieht man den Aufschwung an den Straßen.
Schon Johann Thomas Munzert sorgte als Bürgermeister für eine gute Verbindung nach Naila.
Diese Straße wurde 1955 bis Döbra verlängert. Nach Haidengrün führt ebenfalls seit einigen Jahren eine gepflegte Straße.
Innerhalb des Ortes verschlang der Straßenbau seit 1949 Hunderttausende von DM.
Da und dort finden wir Stützmauern, die auch die Gemeindekasse belasteten.

Ein eindrucksvolles Ehrenmal, zur Erinnerung an die Gefallenen der beiden Weltkriege, und ein würdiges Leichenhaus
fügen sich seit einigen Jahren gut in die Umgebung der Kirche ein.
Das alte gemeindeeigene Schulhaus beherbergt jetzt die Gemeindekanzlei und eine saubere Lehrerwohnung.
Doch der Markstein unserer 600-Jahrfeier ist das neue Schulhaus, das 1961 eingeweiht wurde.

Ein paar Zahlen der Gegenwart mögen für sich selbst sprechen:
1950 hatte unsere Gemeinde 1094 Einwohner, davon 245 Vertriebene, 185 Personen waren in der Landwirtschaft tätig.

1962 zählt die Gemeinde 970 Einwohner, Bauern sind es 31;
daneben beschäftigen sich noch 21 Gütler mit Landwirtschaft als Nebenerwerb.

                                                                                                                Verfasser: Hans Dill
Anmerk.: Dieser Artikel stammt aus der Festschrift anläßlich der 600 Jahrfeier der Gemeinde Marlesreuth im Jahre 1962.
Das Wappen

Seit den 60er Jahren führt Marlesreuth ein eigenes Wappen, das die Geschichte des Dorfes in sich vereint.
Es ist in der Mitte senkrecht gespalten und zeigt links die Wildensteiner Farben, Rot mit einem silbernen Schrägbalken
und rechts Blau mit einem schräggestellten Weberschiffchen.
So vereinigen sich in ihm die alte und die neuere Zeit unseres Heimatortes Marlesreuth.
Mit seiner Eingemeindung nach Naila verliert Marlesreuth 1978 seine Eigenständigkeit.



 
18. März 1362
Nikolaus von der Grün, der Wildensteiner, empfängt vom
Bischof zu Bamberg im Dorf "Marcksreut" einen Hof des
Heinrich Ultsch.
1417
Der Hof geht an die Wolfsriegel.
1422
Der Hof geht an Eberhart Tirbler von Naila.
1422
Der Wildensteiner erhält von den Bischöfen das Hals-
gericht. Wilhelm von Wildenstein besaß 15 Güter im Dorf.
1434
Der Hof geht an Hans von Guttenberg.
1440
Im Dorf stand bereits eine hölzerne Kapelle,
die zur Pfarrei Selbitz gehörte.
1459
Das Wildensteiner Halsgericht läßt zur Sühne eines
Mordes das noch erhaltene Steinkreuz setzen.
1487
Thomas von Reitzenstein erwirbt 5 Höfe von den
Wildensteinern.
1576
Zerstörung der Kirche durch Blitzschlag
1624
Die von Guttenberg erwerben das untere Rittergut von
den Wildensteinern.
1659
Wolf Gerhard von Guttenberg stiftet die erste Schule
1691
Das Vorwerk des oberen Gutes, welches durch Wall und
Graben umgeben war, besaß Anna Helena von Wildenstein.
1701
Beide Rittergüter werden von Anna Helenas Sohn,
Christoph Carl zusammengeschlossen.
1795
Preußische Truppen besetzen das wehrhafte Dorf und
ziehen die Männer zum Kriegsdienst ein, nachdem die
Marlesreuther  nach dem Friedensvertrag zwischen
Frankreich und Preußen dem preußischen König huldigen
sollten und  den Eid verweigerten.
1796
Die Lehen werden an das Hochstift Bamberg veräußert.
1811
Marlesreuth zählt mit Schule und Kirche 79 Häuser.
1818
Die Kirchengemeinde Marlesreuth wird selbstständig.
1874
Gründung der Freiwilligen Feuerwehr
1.1.1898
Gründung des Turnvereins Marlesreuth
1909
Gründung des Darlehenskassenvereins (erste Bank)
1910
Einweihung der Lokalbahn mit Bahnhof Marlesreuth
1919
Anschluß an das elektrische Stromnetz
1920
Gründung des Arbeiter- Turn- und Sportverein
1953
Umbenennung des ATSV in Sportverein Marlesreuth
1961
Einweihung des neuen Schulhauses
1961
Marlesreuth erhält ein eigenes Wappen mit dem silbernen
Schrägbalken der Wildensteiner in Rot,
in Blau ein schräggestelltes Weberschiffchen.
1962
600-jahrfeier mit Historischem Umzug
1974
Einweihung des neuen Feuerwehrhauses
1974
Marlesreuth bekommt seine Straßennamen
1978
Eingemeindung durch die Stadt Naila